Ehrenamtlich engagiert

MentForMigra

Am SCHOLL versuchen wir den Nachteil für unsere Scholler*innen mit Einwanderungsgeschichte, deren Eltern noch Sprachbarrieren haben,  auszugleichen.

 

Kerngedanke 2015 wurde das Mentorenprojekt mit dem Ziel gegründet, den Nachteil für gymnasialgeeignete und gymnasiale Schüler*innen mit Einwanderungsgeschichte (Mentees) auszugleichen, deren Eltern noch Sprachbarrieren haben, indem deutschsprachige Eltern mitwirkender Gymnasien die Mentees als ehrenamtliche Mentor*innen unterstützen. Inzwischen engagieren sich in Düsseldorf, im Kreis Viersen und im Rhein-Kreis Neuss weit über 150 ehrenamtliche Mentor*innen zum Teil als Mentoren-Tandems für ihre Mentees. Seit 2018 unterstützen viele ehrenamtliche Mentor*innen ihre Mentees am Geschwister-Scholl-Gymnasium.

Ausbildung interessierter Mentor*innen Interessierte Mentor*innen werden in zwei kompakten Abendveranstaltungen über die ehrenamtliche Tätigkeit als Mentor*innen informiert und erhalten als Mentor*innen sowohl eine einmalige abendliche Fortbildung zur interkulturellen Sensibilisierung als auch regelmäßig die Möglichkeit zum offenen Austausch mit anderen Mentor*innen sowie die Gelegenheit zur kollegialen Fallberatung. Mentor*innen legen ein erweitertes Führungszeugnis vor.

Vermittlung projektgeeigneter Mentees Über die Projekteignung der Schüler*innen entscheiden ihre Klassenleitungen. Es werden überwiegend gymnasialgeeignete Viertklässler*innen als projektgeeignete Mentees vorgeschlagen. Das Matching der Mentees mit den Mentor*innen erfolgt so wohnortnah wie möglich. Die Vermittlung der Mentees an ihre*n Mentor*in findet mit dem Mentee im Beisein der Eltern an der Schule des Kindes statt. Der Vermittlungstermin wird angeleitet, u.U. mit Sprachmittler.

Unterstützung der Mentees Mentor*innen legen in Absprache mit ihrem Mentee und den Eltern fest, an welchem Tag pro Woche, zu welcher Uhrzeit und wo die Unterstützung der Mentees stattfindet. Mentor*innen haben Freude daran, sich durchschnittlich eine Stunde pro Woche Zeit für die Unterstützung ihres Mentees zu nehmen. Damit Mentees ihren Wortschatz zügig erweitern, lesen die Mentees täglich, notieren dies in Lese-Listen und berichten ihren Mentor*innen bei den regelmäßigen Treffen vom Gelesenen und von schwierigen Wörtern. Mentor*innen lesen bei den Treffen gemeinsam mit den Mentees, erklären schwierige Wörter und trainieren mit den Mentees das sinnerfassende Lesen. Mentor*innen unterstützen ihren Mentee bei der Anmeldung in der Stadtbücherei, beim Tag der offenen Tür, bei der schulischen Selbstorganisation, bei der Entwicklung einer positiven Arbeitshaltung und in der Stärkung ihrer Selbstwirksamkeit.

Die Mentor*innen erklären schulische Informationen für die Eltern in einfacher Sprache. Sprachmittler können bei besonderen schulischen Terminen hinzugezogen werden.

Für die Mentees und ihre Eltern sind die Mentor*innen zuverlässige Ansprechpartner*innen und vermitteln dadurch Sicherheit und Vertrauen in der anfänglichen fremden Umgebung am Gymnasium. Mentor*innen erfahren durch die Zuwandererfamilien einen tiefen Einblick in deren Familienkultur und gestalten die Integration einer eingewanderten Familie maßgeblich mit.

Mentees und ihre Eltern Mentees und ihre Eltern können aus dem europäischen Ausland, aus anderen stabilen Ländern oder aus Krisengebieten stammen. Von den Eltern der Mentees wird deutliche Eigeninitiative im Erwerb der deutschen Sprache erwartet sowie ein aktives schulisches Mitwirken. Die Mentee-Eltern werden mit ihrer wachsenden Sprachkompetenz in der Übernahme ihrer Eigenverantwortung für die schulische Unterstützung ihrer Kinder gestärkt. Viele Mentees kommen aus sozio-ökonomisch benachteiligten Familien, die für ihre Kinder einen Anspruch auf das Bildungs- und Teilhabepaket haben. Die Nutzung dieser Angebote wird durch die Schulsozialarbeit unterstützt.

Förderer Großer Dank gilt der Ilse Bagel Stiftung und der Landeshauptstadt Düsseldorf, die das Mentorenprojekt MentForMigra als Kooperationsprojekt in Düsseldorf ermöglichen.

Ansprechpartnerinnen am Geschwister-Scholl-Gymnasium: Für interessierte Mentor*innen sind Frau Kettner und Frau Borchers-Oliviero Ansprechpartnerinnen. Sie bereiten interessierte Mentor*innen auf die ehrenamtliche Tätigkeit mit den Mentees vor, sie führen die Vermittlungstermine durch und stehen kontinuierlich als Beraterinnen zur Seite.

Kontakt Falls Sie Interesse daran haben, selbst Mentor oder Mentorin zu werden, wenden Sie sich bitte gerne an

Dorothee Kettner Ersilia Borchers-Oliviero

mobil: 0157 – 88 757 292 mobil: 0162 – 85 99 101

E-Mail: mentformigra@gmail.com E-Mail: mentformigra.borchers@gmail.com