Politisches Forum Ruhr
Europas Schatz
Jüdische Kunst und Kultur
Ein Abend über Europas jüdisches Kulturerbe – Eindrücke des Q1-Geschichtskurses
Wir, Schülerinnen und Schüler aus dem Geschichte-Leistungskurs (Q1) von Herrn Dr. Hellersberg, nahmen am 17.11.2025 am politischen Forum Ruhr in der Philharmonie Essen teil.
Die Veranstaltung stand unter dem Titel „Europas Schatz – Jüdische Kunst und Kultur“ und gab uns einen tiefen Einblick in die Bedeutung jüdischer Kultur für Europa und in die aktuellen Herausforderungen, denen jüdische Gemeinschaften gegenüberstehen.
Nach der Begrüßung durch Dr. Stephan Holthoff-Pförtner führte Armin Laschet als Moderator durch den Abend. Besonders eindrucksvoll war der Impulsvortrag von Oberrabbiner Pinchas Goldschmidt, der über die Situation jüdischer Gemeinden in Europa sprach. Er betonte, wie stark politische Entwicklungen – vor allem seit 2023 – das Selbstverständnis jüdischer Künstlerinnen und Künstler beeinflussen.
In der anschließenden Podiumsdiskussion diskutierten Dr. Alan Bern, Dr. Diana Matut, Prof. Dr. Jascha Nemtsov und Ruth Ur, unter der Moderation von Armin Laschet, über jüdische Kunsttraditionen, Erinnerungskultur und die Frage, wie jüdische Identität heute gelebt und weitergegeben wird. Dabei wurde deutlich, wie reich und lebendig jüdische Kultur in Europa ist und wie wichtig ihr Beitrag für die europäische Gesellschaft bleibt.
Für unseren Kurs war der Abend besonders bereichernd. Die Vorträge und Diskussionen ermöglichten einen lebendigen Zugang zu einem Thema, das im Unterricht oft abstrakt wirkt, im gesellschaftlichen Kontext jedoch hochaktuell ist – gerade mit Blick auf den zunehmenden Antisemitismus und die Bedeutung kultureller Vielfalt in Europa.
Wir bedanken uns bei Herrn Dr. Hellersberg und bei den Veranstaltern für die Möglichkeit zur Teilhabe und würden gerne wieder an so einem politischen Forum teilnehmen.
Andrea Malaj (Q1)
Überblick zu den Podiumsgästen:
Dr. Alan Bern, Gründungsdirektor des Yiddish Summer Weimar und der Other Music Academy (OMA)
Dr. Diana Matut, Direktorin der Alten Synagoge Essen
Prof. Dr. Jascha Nemtsov, Pianist und Musikwissenschaftler
Ruth Ur, Direktorin der Stiftung Exilmuseum Berlin
