Schreiben der Schulleitung vom 19.05.2020

Schreiben der Schulleitung vom 19.05.2020

Liebe Schulgemeinde,

die Bedingungen für Fern- und Präsenzunterricht sind jetzt bis zum Schuljahresende hoffentlich stabil. Die Raumnutzungsbedingungen und die damit verbundenen Hygienebedingungen (Hygieneplan), der Ausfall von ca. 30% des Lehrpersonals für den Präsenzunterricht, die Priorität für die Oberstufe und anstehende Prüfungen und Beratungen haben den folgenden Plan ergeben.

Die Q1 erhält Präsenzunterricht in geteilten Gruppen. Die EF kann immerhin noch zehn Tage in geteilten Gruppen unterrichtet werden. Für die Jahrgangsstufen 5 bis 9 wird es jeweils zwei Tage Präsenzunterricht geben, hier aber für die jeweils gesamte Klasse in zwei Räumen.

Die vorletzte Schulwoche steht neben dem Auslaufen des Präsenzunterrichtes vor allem im Zeichen der notwendigen Beratungen und Verbesserungsprüfungen.

Die letzte Schulwoche wird durch die Versetzungskonferenzen und Zeugniserstellung dominiert werden. Außerdem werden die endgültigen Zusammensetzungen der Klassen und Lerngruppen für das neue Schuljahr durchgeführt. Bücherrückgabe, Kennenlerntage und Instrumentenkarussell verschieben sich in das neue Schuljahr.

Am letzten Schultag wird die Zeugnisausgabe nach einem gestaffelten Zeitplan erfolgen.

Es folgen nun Hinweise, die sich auf spezielle Jahrgangsstufen beziehen.

Klassen 5 und 6

Alle weiteren Klassenarbeiten in der Sekundarstufe I sowie alle Nachschreibarbeiten entfallen. Für die Leistungsbewertung im zweiten Schulhalbjahr wird die Gesamtentwicklung während des ganzen Schuljahrs unter Einbeziehung der Zeugnisnote im ersten Halbjahr zugrunde gelegt.

Alle Schülerinnen und Schüler der 5. Klassen gehen am Ende des Schuljahres automatisch in die Jahrgangsstufe 6 über.

Die Schülerinnen und Schüler der 6. Klassen werden in die Jahrgangsstufe 7 versetzt. Eine Ausnahme bilden die Schülerinnen und Schüler der 6. Klassen, für die die Erprobungsstufenkonferenz einen Schulformwechsel empfiehlt. Diese Empfehlung wird den Eltern schriftlich mitgeteilt und in einem Beratungsgespräch erläutert. Anders als sonst ist diese Empfehlung für die Eltern aber nicht bindend, d.h. die Eltern treffen die letztendliche Entscheidung zur weiteren Schullaufbahn ihres Kindes.

Klassen 7 – 9

Alle weiteren Klassenarbeiten in der Sekundarstufe I sowie alle Nachschreibarbeiten entfallen. Für die Leistungsbewertung im zweiten Schulhalbjahr wird die Gesamtentwicklung während des ganzen Schuljahres unter Einbeziehung der Zeugnisnote im ersten Halbjahr zugrunde gelegt.

Besonderheiten der Jahrgangsstufen 7 und 8

Alle Schülerinnen und Schüler der 7. und 8. Klassen sind in die nächsthöhere Klasse versetzt.

Kommt die Klassenkonferenz jedoch zu dem Ergebnis, dass ein Schüler durch Wiederholung des Jahrgangs besser gefördert werden kann, so wird den Eltern der Ratschlag gegeben, ihr Kind wiederholen zu lassen.

Nach dem 03.06.2020 informieren die Klassenlehrerinnen und Klassenlehrer die Eltern der Schülerinnen und Schüler, denen eine Wiederholung empfohlen wird, und laden diese zu einem Gespräch ein. Im Anschluss entscheiden die Eltern, ob sie der Empfehlung zur Wiederholung folgen oder nicht.

Besonderheiten der Jahrgangsstufe 9

Am Ende des Schuljahres muss die Versetzungskonferenz die Versetzung prüfen. Diese erfolgt, wenn die üblichen Versetzungsbedingungen erfüllt sind. Bis Ende Mai wird der momentane Notenstand der Schülerinnen und Schüler der 9. Klassen erhoben. Ab Anfang Juni informieren die Klassenleitungen die Eltern der Schülerinnen und Schüler, die nach momentanem Leistungsstand nicht versetzt wären. Diesen Schülerinnen und Schülern kann auf Wunsch der Eltern die Möglichkeit einer Prüfung in den Fächern angeboten werden, in denen eine Verbesserung die Versetzung ermöglichen würde. Solche Prüfungen sind geplant als mündliche Prüfungen von 10 bis 15 Minuten Dauer. Die Prüfungen werden schwerpunktmäßig in der Woche 15.06. bis 19.06.2020 durchgeführt. Eine reguläre Zeugniskonferenz entscheidet anschließend über die Versetzung auf der Basis des dann vorliegenden Notenbildes. Kommt keine Versetzung zustande, können die Schülerinnen und Schüler am Anfang des kommenden Schuljahrs in mehreren Fächern Nachprüfungen ablegen.

Jahrgangsstufe EF

Alle Schülerinnen und Schüler werden unabhängig von ihren Noten in die Q1 versetzt. Die Möglichkeit einer freiwilligen Wiederholung besteht und wird in manchen Fällen die bessere Lösung sein. Dazu gibt es eine Beratung. Diese Wiederholung wird nicht auf die Höchstverweildauer in der gymnasialen Oberstufe angerechnet, d.h. es ist im Verlauf der Oberstufe eine weitere Wiederholung zulässig.

Die Noten werden die Fachlehrer mit den Schülerinnen und Schülern besprechen, wenn der Unterricht wieder beginnt. Wo eine Klausur geschrieben wurde, geht die Note natürlich ein, ansonsten wird die Sonstige Mitarbeit aus dem Zeitraum vor dem Ruhen des Unterrichts gewertet, ggf. auch die Noten des 1. Halbjahres fortgeschrieben, bzw. die Leistungsentwicklung über das Schuljahr hinweg berücksichtigt. Das muss man immer im Einzelfall abwägen.

Der Mittlere Schulabschluss (MSA) wird aufgrund des Notenbildes des 2. Halbjahres vergeben (Bedingungen entsprechen denen der Realschule). Es sind insbesondere für den Fall, dass es für den MSA nicht ausreicht, Verbesserungsprüfungen in der vorletzten Woche des Schuljahres möglich. Auch dazu wird es auf den Einzelfall bezogene Beratungen geben. Wird der MSA trotzdem nicht erreicht, können zu Beginn des kommenden Schuljahres in beliebig vielen Fächern Nachprüfungen absolviert werden.

Jahrgangsstufe Q1

Die Note des 2. Halbjahres wird gebildet

  • aus der Note der Klausur, falls das Fach schriftlich belegt ist,
  • aus der Note für die Sonstige Mitarbeit, die sich zusammensetzt aus
    • Leistungen im Zeitraum vom 03.02. bis 13.03.
    • Leistungen seit dem 11.05.
  • Ebenfalls können für die Sonstige Mitarbeit positive Leistungen der Home-Schooling-Phase berücksichtigt werden

Bei der Notenbildung sollte die Entwicklung der Leistung während des gesamten Schuljahres berücksichtigt werden. Auf Wunsch kann Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit eingeräumt werden, durch zusätzliche Leistungsnachweise ihre Leistungen zu verbessern.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Hermann Schrader, OStD
Schulleiter

Übersicht des Präsenzunterrichts: