Erdkunde/ Politik im Diff-Bereich

Erdkunde/Politik ist eine Fächerkombination im gesellschaftswissenschaftlichen Aufgabenfeld. Sie wird in den Klassen 8 und 9 im Wahlpflichtbereich II unserer Schule angeboten und dreistündig unterrichtet.

Erdkunde/Politik ersetzt nicht die Pflichtfächer Erdkunde und Politik. Was ist aber anders an der Fächerkombination Ek/Pk, dass es sinnvoll erscheint, diese zusätzlich zu den Fächern Erdkunde und Politik zu wählen?

Unterschiede werden im inhaltlichen und methodischen Bereich deutlich. Methodisch wird viel Wert auf selbstständiges Arbeiten und Arbeiten in Gruppen gelegt.

Wer Ek/Pk wählt, muss bereit sein:

  • über einen längeren Zeitraum in Gruppen zu arbeiten,
  • längere Texte (Fachaufsätze, Bücher etc.) zu lesen,
  • dabei auch Theorien zu erlernen,
  • längere Textsorten (auch mit Hilfe des Computers) zu verfassen,
  • im Internet zu recherchieren,
  • Büchereien, Museen etc. aufzusuchen,
  • Zeitzeugen zu befragen,
  • Umfragen durchzuführen,
  • mit statistischem Material zu arbeiten,
  • selbst Diagramme, Tabellen etc. anzufertigen,
  • Karten zu zeichnen,
  • die Ergebnisse der eigenen Arbeit angemessen zu präsentieren und
  • Ruhe und Geduld mitzubringen.

Der inhaltliche Schwerpunkt liegt im achten Schuljahr im politischen, im neunten Schuljahr im erdkundlichen Bereich. In beiden Schuljahren soll aber ein fachübergreifender bzw. fächerverbindender Unterricht angestrebt werden. D. h., es werden auch immer wieder Themen ausgewählt, an denen sowohl politische als auch räumliche Aspekte deutlich werden. Damit sollen die Schülerinnen und Schüler lernen, dass wissenschaftliche oder praktisch-alltägliche Probleme nicht nur aus der Sicht eines Faches sinnvoll betrachtet und/oder gelöst werden können.

Somit leistet die Fächerkombination Ek/Pk mehr als die beiden Fächer jeweils als Einzelfächer. Die sogenannten Schlüsselqualifikationen – im Team arbeiten, problemorientiert (also nicht zwangsläufig fächerorientiert) arbeiten, handlungsorientiert als auch selbstständig arbeiten – bekommen somit einen deutlich höheren Stellenwert.

Die Inhalte werden schwerpunktmäßig dem Nahbereich, dem Erfahrungs- und Erlebnisbereich der Schülerinnen und Schüler entnommen. So steht sowohl im politischen als auch im erdkundlichen Bereich Düsseldorf als Untersuchungsgegenstand im Vordergrund unserer Betrachtungen. Das umfasst verpflichtend die Behandlung der kommunalen Selbstverwaltung mit Rat und Verwaltung der Stadt Düsseldorf.

In der Klasse 8 werden verschiedene Formen der Lebens- und Erlebnismöglichkeit von Jugendlichen in Düsseldorf untersucht. Die einzelnen Themen werden gemeinsam festgelegt. Bisher wurden u. a. behandelt:

  • Freizeitmöglichkeiten,
  • Umgang mit Drogen,
  • Zusammenleben unterschiedlicher gesellschaftlicher Gruppen,
  • Vandalismus.

In der Klasse 9 steht dann der räumliche Aspekt im Vordergrund. Das kommunale Planungsinstrumentarium – Flächennutzungspläne, Bebauungspläne – wird behandelt. Die Inhalte werden dem aktuellen Entwicklungsprozess der Stadt Düsseldorf entnommen. Themen waren hier u. a.:

  • Erweiterung der City,
  • der Hafen verändert sein Gesicht,
  • Düsseldorf von 1288 bis heute,
  • Global City Düsseldorf?

Es ist leicht zu erkennen, dass sowohl sogenannte „trockene“ als auch „spannende“ Themen behandelt werden.

Von daher ist es wichtig, dass die Teilnehmer neben einem generellen Interesse an gesellschaftlichen Themen, auch ein gewisses ‚Durchhaltevermögen‘ mitbringen.

Wir sind uns aber sicher, dass alle Schülerinnen und Schüler, die bereit sind, sich über das Übliche hinaus zu engagieren, mit der Wahl der Fächerkombination Erkunde/Politik eine gute Entscheidung getroffen haben.