Das Geschwister-Scholl-Gymnasium stellt sich vor

Das Geschwister-Scholl-Gymnasium stellt sich vor

von Hans-Hermann Schrader, Schulleiter des Geschwister-Scholl-Gymnasiums

Wie charakterisiert man eine Schule? Dieser Lebensraum von ungefähr 1000 Menschen ist auch genauso komplex, wie man das erwartet. Also fange ich mit dem Namen an: Geschwister-Scholl-Gymnasium heißt zuerst einmal, dass wir ein Gymnasium sind. Unser Ziel ist es, unsere Schülerinnen und Schüler durch eine solide gymnasiale Bildung studierfähig zu machen, ihnen mit dem Abitur die allgemeine Hochschulreife zu bescheinigen.
Geschwister-Scholl ist der heutige Name unserer Schule, der für uns eine Verpflichtung darstellt. Unsere Schülerinnen und Schüler werden befähigt, sozial miteinander umzugehen (Scholl verbindet), fundiert ihre Meinung zu äußern und entsprechend zu handeln (Scholl bewegt) und das dafür notwendige Wissen zu erwerben. Scholl-Appell und Scholl-Preis unterstützen uns bei dieser Arbeit.

Früher hieß diese Schule „Oberrealschule am Fürstenwall“ und war damit ein naturwissenschaftlich ausgerichtetes Gymnasium. Hugo Henkel war einer unserer ersten Abiturienten und es gibt auch einen Hugo-Henkel-Preis. Die Idee zu diesem Preis war aber so gut, dass die Firma Henkel diesen Preis unter ihre eigenen Fittiche genommen hat. Heinrich (Vater) und Alexander (Sohn) Spoerl waren auch Schüler dieser Oberrealschule, so dass wir auch die Schule der „Feuerzangenbowle“ sind. Konsequenterweise gibt es auch einen Spoerl-Preis, mit dem wir besondere Leistungen unserer Schülerinnen und Schüler ehren.
Vater und Sohn Spoerl waren bereits in unserem Schullandheim Hitzenlinde, das seit langer Zeit unser zweites Haus ist und unsere Bildungsarbeit unterstützt. Fragen Sie einen ehemaligen Scholler nach dem Scholl, wird dieser mit großer Wahrscheinlichkeit mit Berichten und Erinnerungen aus Hitzenlinde loslegen. Das Schullandheim prägt in besonderer Weise die gute Atmosphäre des Scholl.

Ausgehend von diesen Traditionen war nur konsequent, dass sich das Geschwister-Scholl-Gymnasium ein Profil gegeben hat, das den Titel „Bildung für eine nachhaltige Entwicklung“ trägt. Auch hier steht Bildung aus gutem Grund am Anfang des Titels. Ohne fundiertes Wissen in Natur- und Gesellschaftswissenschaften kann man nicht für eine nachhaltige Entwicklung eintreten. Und ohne profunde Sprachkenntnisse kann man in unserer globalisierten Welt keine gemeinsamen Lösungen finden.
Deshalb haben wir unser Angebot in Sprachen, Mathematik und Naturwissenschaften durch Ergänzungsstunden verstärkt.
Deshalb wurde das Naturwissenschaftsgebäude grundlegend renoviert.
Deshalb haben wir viele internationale Kontakte zu Partnerschulen in Frankreich (Maubeuge), Russland (Moskau), Israel (Haifa), Australien (Melbourne) und China (Chongqing).
Deshalb steht neben dem Erwerb von Faktenwissen das Lernen von Methoden auf dem Lehrplan:

  • „Lernen lernen“ in den Klassen 5 und 6,
  • „kooperatives Lernen“ in den Klassen 7 – 9,
  • „selbständiges Lernen in der gymnasialen Oberstufe (selGO)“ in den Klassen 10 – 12.

Deshalb bieten wir eine Hausaufgabenbetreuung in Zusammenarbeit mit der Caritas an und ein Projekt „Schüler helfen Schülern“ zum Beseitigen von Defiziten.
Deshalb haben wir eine „Schülerfirma“, die unseren Eine-Welt-Laden betreibt (Arbeitsgemeinschaft).
Weil Bildung aber viele weitere Aspekte hat, gibt es auch sportliche Arbeitsgemeinschaften und vor allem einen großen musischen Akzent mit Schulchor und Schulorchester. Dreimal im Jahr tragen Chor und Orchester mit Konzerten zur Stärkung des Gemeinschaftsgefühls der Schulgemeinde bei.

Vieles wäre noch zu nennen wie Theater, Zeitzeugengespräche und und und …
Ich glaube trotzdem, dass ein guter Überblick über das Scholl möglich geworden ist.

Wer mehr wissen will, kann sich noch weiter auf unserer Internetseite umsehen oder besser noch, sollte an unserer Schule „Scholler“  werden.